Oktober 20, 2023

E-Commerce Marketing: Strategien, Tipps und Best Practices

Lesedauer etwa 21 min
ecommerce marketing

Die Corona-Pandemie hat dem E-Commerce überall auf der Welt einen ziemlich kräftigen Schub verliehen. Denn viele Unternehmen waren gezwungen, ihr Geschäftstreiben von Ladenbetrieb auf Online Shop umzustellen. 

Wenn auch du gerade dabei bist, dich im Bereich E-Commerce vorzutasten, weißt du nur zu gut, dass es eine ganze Reihe an Dingen zu tun gibt: Von der Auswahl einer geeigneten E-Commerce-Plattform über den Aufbau deiner Website bis zur Umsatzgenerierung gibt es definitiv einiges auf der To-do-Liste abzuarbeiten.

An E-Commerce Marketing wird auf dieser Liste ebenfalls kein Weg vorbeiführen. 

Aber keine Sorge, in diesem ausführlichen Guide verraten wir dir alles, was du zum Thema E-Commerce Marketing wissen musst und zeigen dir neben Praxisbeispielen die besten Online-Marketing-Strategien, damit dein E-Commerce Shop ein voller Erfolg wird.

Was bedeutet E-Commerce und was genau ist E-Commerce Marketing?

Definition: E-Commerce

E-Commerce bedeutet, über eine Website Produkte zu verkaufen. Ein anderes Wort dafür ist Online Shopping

Die angebotenen Produkte können physische sein wie Schuhe, Kosmetika, Bücher und Lebensmittel, aber auch immaterielle wie Online-Kurse, Schulungsprogramme und Mitgliedschaften, Mode-Verleihe und vieles mehr.

Und damit potenzielle Kund:innen dein Angebot auch wahrnehmen, gibt es das E-Commerce Marketing.

Definition: E-Commerce Marketing

E-Commerce Marketing ist jede Marketing-Maßnahme, die du durchführst, um deinen Online Shop zu bewerben und Verkäufe zu generieren. Dies umfasst sowohl die Neukundengewinnung (Akquise) als auch die Reaktivierung bisheriger Kund:innen (Kundenbindung).

E-Commerce Marketing ist das A und O, wenn du einen Online Shop gründest. Denn es bringt viele Vorteile mit sich:

  • Es steigert den Traffic auf deiner E-Commerce Website
  • Es bringt dein Unternehmen zur Zielgruppe
  • Es erleichtert Verbraucher:innen, die sich für deine Produkte interessieren, das Auffinden deiner Website
  • Es verwandelt Website-Besucher:innen in neue Kund:innen
  • Es reaktiviert Personen, die deine Website bereits besucht haben, damit sie wieder bei dir kaufen
  • Es verbessert das Shopping-Erlebnis nach dem Kauf, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und die Loyalität zu stärken
  • Es reaktiviert Bestandskund:innen mit relevanten Angeboten und Informationen zur richtigen Zeit

Nur eine Website zu starten genügt also nicht. Die Zielgruppe muss dich auch finden, um bei dir einkaufen zu können.

Und im Idealfall erinnerst du deine Kund:innen kontinuierlich an deine Marke, sodass sie regelmäßig zurückkehren und Umsätze generieren. Dafür kannst du übrigens auch automatisierte Workflows erstellen. Warum du das Thema E-Commerce Marketing Automation nicht unterschätzen solltest, erfährst du in unserem separaten Artikel.

Alles auf einen Blick: erfahre alles über die wichtigsten KPIs im E-Commerce.

Welche Arten von E-Commerce Marketing gibt es?

E-Commerce Marketing umfasst praktisch alle digitalen Marketing-Kanäle sowie einige traditionelle Offline-Kanäle:

  • Suchmaschinen
  • Soziale Medien
  • E-Mail Marketing
  • SMS
  • Website
  • Landingpages
  • Eigene Kanäle wie Blogs
  • Online-Publikationen und Podcasts von Drittanbietern
  • Offline Marketing wie Print oder TV-Spots

Schauen wir uns nun die beliebtesten Arten genauer an. Auf diese Weise erhältst du einen Überblick über die vielen Möglichkeiten und kannst diejenigen Disziplinen auswählen, die am besten zu deiner Marke passen.

E-Commerce SEO

Suchmaschinenoptimierung (SEO) macht deine Website in Suchmaschinen wie Google und Bing sicht- bzw. auffindbar. SEO ist ein wichtiger Teil des Inbound Marketings.

Kernstück hierbei ist die Erstellung von Website-Texten zu den Keywords, die potenzielle Kund:innen für die Suche nach Produkten wie deinen nutzen. An diesen Texten erkennen die Suchmaschinen, dass du das Gesuchte anbietest und zeigen deine Inhalte in den entsprechenden Suchergebnissen an.

SEO ist eine sehr effektive und zudem kostenlose Möglichkeit, dein E-Commerce-Angebot zu vermarkten.

Dank SEO gewinnst du Besucher:innen mit starker Kaufabsicht – zum Beispiel jemanden, der nach „weißes Leinenhemd Herren“ sucht. Vor allem erreichst du aber auch Personen, die deine Marke noch nicht kennen.

E-Commerce Marketing Guide: Strategien, Tipps und Best Practices. Beispiel für E-Commerce SEO.

Was genau musst du für eine gute Auffindbarkeit in den Suchmaschinen tun?

Zum einen musst du die Texte auf deinen Produktseiten, deiner Startseite und deinen FAQ-Seiten optimieren, einschließlich Meta-Beschreibungen.

Zudem kann ein Blog ebenfalls zu einer besseren SEO beitragen. Zum Beispiel kannst du in regelmäßigen Artikeln häufige Fragen deiner Kund:innen wie „Wie wäscht man ein Leinenhemd?“ beantworten.

Erfahre hier noch mehr über SEO-Strategien und Tipps zum sogenannten Inbound-Marketing.

E-Mail Marketing

E-Mail Marketing gilt aufgrund seines besonders hohen Return on Investments (ROI) als eine der effizientesten Disziplinen im E-Commerce Online Marketing und spielt heutzutage in jedem Unternehmen – egal welcher Größe – eine sehr wichtige Rolle.

Und das Beste: Die E-Mail ist einer der wenigen Kanäle, der noch nicht von den großen Tech-Giganten wie Facebook, Google oder Amazon kontrolliert wird. E-Mail-Adressen, Inhalte etc. gehören komplett dir alleine.

Um das Potenzial deines E-Mail Marketings voll auszuschöpfen, ist die Wahl des passenden Tools von entscheidender Bedeutung.

Noch nicht ganz sicher, welches Newsletter Tool es sein soll? Vergleiche hier die Funktionen und Preise der 13 besten Newsletter Softwares.

Wähle eine E-Mail Marketing Software, die dir die folgenden Funktionen bietet:

  • Transaktionale E-Mails – dies sind automatische E-Mails, die Nutzer:innen über bestimmte Vorgänge informieren, zum Beispiel Bestellbestätigungen, Updates der Sendungsverfolgung, Logins und Passwort-Wiederherstellungen.
  • Automatisierte E-Mails – dies sind E-Mails, die automatisch verschickt werden, wenn eine bestimmte Bedingung (z.B. Geburtstags-Mailing) erfüllt ist oder Kund:innen eine bestimmte Aktion durchführen (z.B. Klick auf einen Link).
  • Segmentierte E-Mails – dies sind E-Mails, die bestimmten Kundensegmenten auf Basis ihrer Kaufhistorie und ihrem Verhalten auf der Website relevante Angebote unterbreiten.

Gut zu wissen: Mit Brevo kannst du all deine E-Commerce Mails, das heißt von Transaktions-E-Mails über automatisierte E-Mail-Strecken bis zur Listensegmentierung unter einem Dach verwalten – und das bereits in unserem kostenlosen Paket.

Je mehr du über deine Abonnent:innen weißt, desto relevanter sind deine E-Mail-Kampagnen. Wenn du dein E-Mail Marketing mit deinem Customer Relationship Management (CRM) kombinierst, kannst du immer die richtigen Empfänger:innen zur richtigen Zeit mit dem richtigen Angebot erreichen.

Hier eine Auswahl an E-Mails, die dir dabei helfen, deine Abonnent:innen zu aktivieren und zum Klick auf den „Kaufen”-Button zu animieren:

  • Drip-Kampagnen – eine Serie von E-Mails mit produktbezogenen Inhalten, die zum Kauf hinführen
  • Nach dem Kauf – pflege kontinuierlich deine Kundenbeziehungen, um weitere Bestellungen zu stimulieren
  • Upselling und Cross-Selling – E-Mail-Angebote mit Produkten, die zu früheren Käufen passen
  • Reaktivierung – zur Ansprache inaktiver Kund:innen, die schon lange nichts mehr bestellt haben
  • Willkommens-E-Mail – wie ein Onboarding für dein Produkt. Eine Willkommens-Mail zeigt Wertschätzung und sorgt von Anfang an für einen guten Eindruck bei deinen Abonnent:innen.

Willkommens-Mail für den Brevo Blog

  • Treueprämien – danke deinen treuen Kund:innen mit Rabatten, Gutscheinen oder Werbegeschenken.
  • VIP-Angebote – zeig VIP-Kund:innen mit Sonderangeboten deine Wertschätzung.
  • E-Commerce Newsletter – erstelle einen Newsletter mit regelmäßigen Updates zu deiner Marke und deinen Produkten, damit du nicht in Vergessenheit gerätst.
  • Warenkorbabbrecher-Mails – erinnere Kund:innen daran, dass sie etwas in ihren Warenkorb gelegt und den Kauf nicht abgeschlossen haben, was sie nach Empfang der E-Mail nachholen können.

Mehr Infos und Tipps rund ums Thema E-Mail Marketing bekommst du in unserem umfassenden Guide.

Du hast bereits einen Online Shop bei Shopify und möchtest nun mit E-Mail Marketing so richtig durchstarten? Dann lies unsere ausführliche Guides und erfahre, welche E-Mail Marketing Apps dafür am besten geeignet sind und wie du Newsletter in Shopify erstellen kannst.

Conversion-Rate-Optimierung

Alle Maßnahmen, die du ergreifst, um deine Website-Besucher:innen zu konvertieren, lassen sich unter dem Begriff Conversion-Rate-Optimierung zusammenfassen.

Mit Conversion ist gemeint, wenn ein Interessent oder eine Interessent:in zu einem Kunden bzw. einer Kundin wird.

Auf deiner Website kannst du verschiedene Tools nutzen, um deine Umsätze zu steigern, zum Beispiel:

SMS Marketing

SMS war gestern? Aber nicht doch. Informiere dank SMS Marketing deine Kund:innen besonders effizient, besonders schnell und besonders direkt.

Diese Strategie eignet sich besonders für Benachrichtigungen und zeitlich begrenzte Angebote, die sofort gelesen werden müssen.

Ein Beispiel wäre eine automatisierte SMS mit einem individuellen Sonderrabatt zum Geburtstag

SMS Marketing eignet sich besonders für zeitlich begrenzte Angebote

Auch Versand-Updates sind ein essentieller Teil deiner E-Commerce-Kommunikation, für den sich die SMS sehr gut eignet.

Denke jedoch daran, dass du das Einverständnis des Kontakts benötigst, um ihm oder ihr SMS-Nachrichten zu senden. Außerdem regulieren einige Länder diesen Kanal sehr streng. Informiere dich also für deine Märkte, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Erfahre hier alles, was du zum Thema SMS Marketing wissen musst.

Landingpages

Ob du deine Kontaktliste erweitern, dein neuestes E-Book präsentieren oder für ein Event werben möchtest – das Erstellen einer Landingpage ist das A und O im E-Commerce Marketing.

Denn Landingpages sind diejenigen Seiten, die letztlich für Conversions sorgen.

Dabei sollte diese Seite stets ein konkretes Ziel verfolgen – nicht mehrere.

Lass dich auch von unseren 7 Landingpage Beispielen inspirieren.

Organisches Social Media Marketing

Dies umfasst all deine Aktivitäten auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Pinterest, Instagram, TikTok und allen anderen, wo sich deine Zielgruppe aufhält.

Heutzutage ist es ein Muss, in diesen Netzwerken auffindbar zu sein. Denn dies entscheidet oft darüber, ob Nutzer:innen deine Website überhaupt besuchen.

Als E-Commerce Shop kannst du via Social Media zum Beispiel News aus deinem Unternehmen teilen und über deine Produkte oder besondere Angebote informieren.

E-Commerce Marketing Guide: Strategien, Tipps und Best Practices. Beispiel von Brands4Friends für organisches Social Media Marketing.

Du kannst zudem auch Social Commerce betreiben, indem du direkt auf Facebook, Instagram und Pinterest verkaufst. Dies eröffnet einen zusätzlichen Kanal, über den Kund:innen in deinem Sortiment stöbern und einkaufen können, ohne den „Umweg“ über deine Website gehen zu müssen.

Bezahltes Social Media Marketing

Oft reicht die organische Social-Media-Reichweite für E-Commerce-Unternehmen nicht aus und sie müssen Geld auf den Tisch legen, um Fahrt aufzunehmen.

Mit anderen Worten: Anzeigen und Influencer Marketing auf Facebook, Pinterest, Instagram, TikTok und anderen Kanälen müssen her.

Die Anzeigenformate variieren je nach Plattform. Am besten findest du durch eigenes Testen heraus, was für deinen Shop am besten funktioniert.

Bezahlte Social-Media-Anzeigen als Disziplin für E-Commerce Marketing

Influencer Marketing bedeutet, dass du die Betreiber:innen beliebter Social-Media-Profile dafür bezahlst, für deine Produkte zu werben. Dies kann dir helfen, spezielle Zielgruppen wie umweltbewusste Mütter oder eingefleischte Parfüm-Fans zu erreichen.

Influencer:innen präsentieren Produkte auch als Teil eines Lebensstils und stärken so dein Markenimage.

Einige Influencer:innen verlangen einen Festbetrag, andere arbeiten auf Provisionsbasis. In letzterem Fall zahlst du nur für Verkäufe, die du durch die Beauftragung erzielt hast, nicht für die Präsentation deines Produkts an sich.

Kooperiere testweise mit Influencer:innen verschiedener Größenordnungen. Vielleicht stellt du fest, dass Influencer:innen mit weniger Followern mehr Umsätze erzielen, weil sie eine stärkere Community haben und besser zu deiner Nische passen.

Suchmaschinen-Werbung

Das Thema Auffindbarkeit in Suchmaschinen hatten wir ja bereits oben schon. Du kannst jedoch auch für eine stärkere Präsenz in Suchmaschinen bezahlen.

Hierbei hast du zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

  • Pay-per-Click (PPC, Google Ads) — Anzeigen für ausgewählte Keywords erscheinen über den Suchergebnissen, z.B. „Recycling-Schuhe“.
  • Google Shopping – ein kostenloser Service, bei dem du dein gesamtes Produktsortiment mit Bildern und Preisen auflisten und Kaufinteressent:innen direkt bedienen kannst.
  • Display-Kampagnen (Banner-Anzeigen auf Websites) – diese basieren auf Suchanfragen und dem Surfverhalten, sodass potenzielle Kund:innen zum Beispiel deine Anzeige für „Kratzbaum“ auf einer Nachrichtenseite sehen, nachdem sie nach einem solchen gesucht haben.
Ein Beispiel für Google-Shopping-Anzeigen

Ein Beispiel für Google-Shopping-Anzeigen

Affiliate Marketing

Auch das Affiliate Marketing ist ein wichtiger Teil des E-Commerce Marketings. Es stützt sich auf ein Netzwerk von Partnern, die Traffic auf deinen Online Shop lenken und für jeden Verkauf eine Vergütung erhalten, der durch diese Verweise zustande kommt.

Häufig werben Affiliates in Blog-Artikeln für deine Produkte. Aktuell beobachten wir im E-Commerce den Trend, Affiliate Marketing durch Influencer:innen zu ersetzen, die direkt in den sozialen Medien posten. Dennoch spielt Affiliate Marketing weiterhin eine Rolle und lohnt sich insbesondere für Amazon-Händler:innen.

Partnerschaften

Eine weitere Option ist, dass du mit einem anderen Unternehmen kooperierst. So erhältst du Zugang zu dessen Zielgruppe. Dies ist eine effektive Marketing-Strategie, um weitere Zielgruppen zu erschließen bzw. Zielgruppenüberschneidungen zu nutzen.

Du kannst im Rahmen einer Partnerschaft zum Beispiel E-Mail-Listen austauschen, damit beide beteiligten Marken mehr potenzielle Kund:innen erreichen. Achte in diesem Fall darauf, den Absender der E-Mail-Kampagne richtig zu identifizieren, damit die Abonnent:innen wissen, dass du ihre Daten nicht verkauft hast. Eine andere Möglichkeit besteht darin, gemeinsam ein spezielles Angebot für die Zielgruppen beider Marken zu entwickeln.

PR und Markenbekanntheit

Public Relations (PR) mag als Methode im E-Commerce Marketing vielleicht altmodisch klingen, ist aber durchaus immer noch relevant. Vor allem beim Launch profitierst du davon, wenn Online- und Offline-Medien über deine Marke berichten.

Dies kann in Form eines Interviews geschehen, einer Erwähnung in einem Listicle („X Geschenkideen für Y“) oder in einem Foto-Shooting mit deinem Team.

Lasse deiner Fantasie freien Lauf und wähle Formate, die zu deinem Produkt passen. Medienauftritte sind ein effektiver Weg, die Markenbekanntheit zu steigern und Nachfrage zu schaffen.

Ein Beispiel für PR und Markenbekanntheit.

Oft tauchen E-Commerce-Anbieter online als Geschenktipps auf

Auch Events und Sponsoring wie zum Beispiel Messen, Pop-up Stores und Produktvorstellungen bieten jede Menge Potenzial für dein Marketing im E-Commerce. Deine Kund:innen offline im echten Leben zu treffen ist eine tolle Strategie für E-Commerce-Unternehmen.

Hier kommt es darauf an, die Events sorgfältig auszuwählen, um deinem Ziel näher zu kommen und dein Publikum nicht vor den Kopf zu stoßen.

Content Marketing

Guter Content ist ebenfalls ein essentieller Bestandteil von E-Commerce Marketing, der dir langfristig viel Erfolg bringen wird.

Die Content-Formate können hierbei ganz unterschiedlich aussehen:

  • Blog-Artikel
  • Videos
  • Podcasts
  • Leitfäden und Ratgeber
  • Nutzergenerierte Inhalte: Fotos, Videos, Forenbeiträge, Testimonials

Brevo Blog

Welches Format für dich das richtige ist? Das liegt ganz bei dir.

Manche Unternehmen setzen lieber auf Video oder Podcast, andere wiederum auf eine Landingpage. Das beliebteste und klassischste Content-Format ist definitiv der Blog. Blogs sind hübsch anzusehen, bieten viel Platz für Infos und sind vor allem leicht und schnell einzurichten. Und das Beste: Blogs generieren jede Menge Traffic und dieser erhöht letztlich auch deine Conversion Rate.

Die Ziele des Content Marketings bestehen darin, Fragen zu beantworten, zu informieren, die Story des Unternehmens zu erzählen, Menschen bei der Produktauswahl zu helfen und zu unterhalten.

Es ist deine Chance, deine Geschichte zu erzählen, dein Know-how und deine Werte zu teilen, mögliche Sorgen auszuräumen und Kund:innen davon zu überzeugen, dass du eine gute Adresse für das Online Shopping bist.

Beispiel für E-Commerce Content – Ratgeber-Inhalte erzeugen zusätzliche Conversions

Der Vorteil an Content ist, dass er nachhaltig ist. Einmal erstellter Content arbeitet kontinuierlich für dich weiter und kann auch Jahre später noch verwendet werden. Eventuell muss dieser zwar überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht werden, aber das Grundgerüst steht.

Du kannst ihn außerdem für andere E-Commerce-Marketing-Kanäle wie Newsletter, Social Media und Partnerschaften wiederverwenden.

10 Strategien für dein Marketing im E-Commerce

Eine E-Commerce-Marketing-Strategie ist die Gesamtheit aller Mittel, die du nutzt, um deinen Online Shop zu bewerben und mehr Verkäufe zu erzielen.

Sie beinhaltet auch eine Vorstellung davon, wohin sich dein E-Commerce-Geschäft langfristig entwickeln soll. Sie beruht auf der Kenntnis deines Marktes, aktuellen Trends, deinen Markenwerten und deinem Produkt.

Stell dir zunächst folgende Fragen:

  • Wie viele Verkäufe erwartest du?
  • Wie groß ist dein Markt?
  • Welche Zielgruppe willst du erreichen?
  • Wo befinden sich deine Kund:innen geografisch und online?
  • Wie soll dein Produkt wahrgenommen werden?
  • Welche Strategien verfolgen deine Wettbewerber?

Die Antworten auf diese Fragen helfen dir dabei, aus den oben vorgestellten Marketing-Disziplinen die am besten passenden für deine Bedürfnisse und Möglichkeiten auszuwählen.

Unter den gängigen E-Commerce-Marketing-Strategien findet sich allerdings keine, die für alle Anlässe und Anbieter die „beste“ wäre.

Der E-Commerce ist eine riesige Branche mit unzähligen Produkten, Geschäftsmodellen und Zielgruppen. Was für eine Marke mit einem bestimmten Produkt funktioniert, mag bei einer anderen floppen, die andere Produkte an ein anderes Publikum verkauft.

Wir haben für dich im Folgenden einige allgemeingültige Tipps zusammengefasst, die dir dabei helfen, die passende Strategie für dein Marketing im E-Commerce zu entwickeln bzw. zu optimieren.

1. Definiere deine Zielgruppe

Finde heraus, wer genau deine Zielgruppe ist und welche Wünsche und Bedürfnisse sie hat. Denn: Was nützt die weltbeste und kreativste Marketing-Kampagne, wenn du nicht die richtigen Menschen zu Gesicht bekommst?

Finde den richtigen Tone of Voice, die richtigen Botschaften, die Kanäle und die Angebote, mit denen du deine Zielgruppe wirklich erreichst.

Je konkreter deine Zielgruppendefinition ist, desto besser stehen die Chancen, dass du mit deinem E-Commerce Marketing mitten ins Schwarze triffst. Manchmal reicht es jedoch nicht, nur eine Zielgruppe zu definieren. Kommen verschiedene Personengruppen in Betracht, solltest du über separate, individuell zugeschnittene Kampagnen nachdenken.

2. Beobachte deine Konkurrenz

Mit manchen Strategien fahren deine Mitbewerber:innen wahrscheinlich bereits ganz gut – und es ist nicht nötig, das Rad neu zu erfinden. Aber überlege auch, was du besser machen kannst. Aus deinen Ideen können Wettbewerbsvorteile entstehen.

3. Setze Ziele auf der Grundlage von Benchmarks

Stütze deine Projektionen auf Branchen-Benchmarks, wenn du noch nicht über eigene Daten verfügst. Dann kannst du auf konkrete Ziele hinarbeiten.

Hier geht’s zu unserem großen E-Mail Marketing Branchen Benchmark inklusive kostenlosem E-Book zum Herunterladen.

4. Finde Marketing Tools, die dir helfen

Wie du gesehen hast, ist E-Commerce Marketing ein ziemlich weites Feld, das anfangs etwas überwältigend sein kann. Aber keine Sorge, mit den richtigen Tools an deiner Seite ist der Einstieg ins E-Commerce Marketing ein echtes Kinderspiel.

Ob Newsletter, Transaktions-Mails, Automatisierungen, Social Media oder SMS Marketing – mit einer professionellen Online-Marketing-Plattform wie zum Beispiel Brevo kannst du bereits das meiste unter einem Dach verwalten und per Drag-and-Drop Editor an deine Corporate Identity anpassen.

5. Füge weitere Marketing-Kanäle hinzu

Sobald dein Marketing die ersten Früchte trägt, füge weitere Kanäle und Taktiken hinzu. Richte zum Beispiel einen Live Chat ein, sobald du über das nötige Kundenservice-Personal verfügst.

Welche Live Chat Software passt am besten zu dir? Die 13 besten Chat Tools im Vergleich.

6. Automatisiere so viel wie möglich

Um wachsen zu können, sollten kleine Unternehmen ihren Verkauf irgendwann auf Autopilot schalten. Denn je mehr Prozesse von selbst laufen, desto besser und desto mehr Zeit bleibt für andere wichtige Dinge. Nutze hierfür Marketing Automation Features wie automatisierte E-Mails, automatisierte Workflows und Lead Scoring.

7. Personalisiere deine Kommunikation

Wir können es nicht oft genug sagen: Behalte bei deiner Kommunikation via E-Mail, SMS oder Live Chat immer die Bedürfnisse und Wünsche deiner Zielgruppe im Hinterkopf. Denn: Je personalisierter deine Inhalte, desto höher die Relevanz. Und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass deine Produkte gekauft werden. Anonymes Massen-Mailing? Das war einmal.

8. Messe deine Ergebnisse und wiederhole, was gut funktioniert

Analysiere die wichtigsten Ergebnisse wie zum Beispiel den Return on Investment (ROI) deiner E-Commerce-Marketing-Strategie: Welches deiner gesteckten Ziele hast du erreicht? Wo besteht Optimierungsbedarf? Jede abgeschlossene Kampagne – ob Erfolg oder Misserfolg – liefert dir wertvolle Erkenntnisse, die dir beim Planen der nächsten Kampagne helfen. Stelle Kampagnen ein, die keine Ergebnisse bringen. Versuche, erfolgreiche Kampagnen auf größere Zielgruppen anzuwenden und wiederhole den Vorgang.

So berechnest und interpretierst du die wichtigsten Kennzahlen im Newsletter Marketing.

9. Baue die Kundenbindung in deine Strategie ein

Kund:innen langfristig an das eigene Unternehmen zu binden, ist eine wichtige Sache: Kundenbindung steigert Gewinne, verbessert dein Markenimage und zieht im besten Fall neue Kund:innen an, die über Fans von dir gehört haben. Beginne daher so früh wie möglich, daran zu arbeiten. Segmentierung, Automation und Daten aus dem CRM helfen dir dabei.

Stichwort CRM: Erfahre hier alles rund ums Thema Customer Relationship Management (CRM) und wie du in 8 schritten deine CRM-Strategie erstellst.

10. Achte nicht nur auf Umsätze, sondern auch auf die Rentabilität

Wenn du kontinuierlich dafür bezahlst, neue Kund:innen zu gewinnen, schmälert dies letztlich deinen Gewinn. Einmalige Umsätze sind aufgrund der Klickpreise teurer. Weitere Kosten kommen hinzu, etwa in Form von Retouren, weil neue Kund:innen ihre Produkte noch nicht kennen. Es ist günstiger, wiederholt Umsätze mit Bestandskund:innen zu generieren.

Step by Step: So planst du dein E-Commerce Marketing

Gute Planung ist die halbe Miete im Marketing, weshalb du einen Zeitplan für die Umsetzung deiner vorgesehenen Maßnahmen erstellen solltest. Dieser Zeitplan ist quasi die Landkarte zur Erreichung deiner Marketing-Ziele.

Halte die Dinge zu Beginn einfach. Wähle einige wenige Marketing-Taktiken aus, die zu deiner Marke passen und die du leicht umsetzen kannst.

Folgendes könnten die Marketing-Maßnahmen deines ersten Jahres sein, um Markenbekanntheit aufzubauen, Kund:innen zu gewinnen und Produkte erneut an sie zu verkaufen.

  1. Führe eine Markenbekanntheits-Kampagne auf Facebook durch, um Traffic zu generieren
  2. Schalte Retargeting-Facebook-Anzeigen, um Website-Besucher zu konvertieren
  3. Richte Prozesse zur Lead-Generierung ein, zum Beispiel über Newsletter-Anmeldeformulare oder eine Website-Registrierung.
  4. Erstelle eine automatisierte E-Mail-Strecke (Welcome Mailing, Geburtstags-Mailing, Warenkorbabbrecher-Mails, etc.)
  5. Arbeite mit Social Media Influencer:innen, um die Beliebtheit deiner Marke zu steigern
  6. Verbessere deine Onsite SEO
  7. Füge bezahlte Websuche-Kanäle hinzu – Google Shopping und PPC, um Nutzer:innen zu erreichen, die zur Konkurrenz gehen könnten
  8. Kontaktiere Bestandskund:innen per E-Mail, um mit Inhalten und Angeboten ihr Interesse lebendig zu halten
  9. Erstelle Lookalike-Zielgruppen auf Basis deiner besten Kund:innen auf Facebook
  10. Bereite dich auf wichtige Termine im E-Commerce vor, zu denen dein Zielmarkt Werbeaktionen erwartet – Black Friday, Feiertage, Mutter-, Vater- und Valentinstag, Schulbeginn, Sommerurlaub usw.
  11. Teste verschiedene Marketing-Kampagnen, um herauszufinden, was für dein Produkt und deine Kund:innen am besten funktioniert. Baue auf dem auf, was Ergebnisse bringt, und verschwende kein Geld mit dem, was floppt.

E-Commerce Marketing ist entscheidend für den Erfolg deines Online Shops

Ohne E-Commerce Marketing ist dein Online Shop praktisch unsichtbar. Der einzige Weg, um deinen Online Shop bekannt zu machen, Kund:innen anzuziehen und diese zum erneuten Kauf zu animieren, ist über gezieltes Marketing.

Neugierig geworden und bereit, um nun richtig durchzustarten? In der CRM-Suite Brevo findest du alle Tools, die du für deine ersten Schritte im E-Commerce Marketing benötigst.

Teste Transaktions- und E-Mail-Kampagnen, SMS, Marketing-Automatisierung und Live Chat – alles im Rahmen unseres kostenlosen Pakets.

Du kannst Brevo auch ganz einfach mit anderen Tools über unsere vielen Plugins und Integrationen (z.B. Shopware, WordPress, Shopify, etc.) verknüpfen.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Erstellen deiner E-Commerce Marketing-Strategie.

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