März 10, 2020

Professionelle Newsletter in 4 Schritten

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Einen individuellen Newsletter zu erstellen muss nicht schwer sein. In nur vier kurzen Schritten kannst du ein komplettes Mailing aufsetzen. Ob Anfänger:in im E-Mail Marketing oder fortgeschrittener Vielversender: man lernt nie aus. In diesem Beitrag erfährst du, wie du Schritt für Schritt einen professionellen Newsletter erstellst.

Schritt 1 – Ohne Empfänger:innen keine Newsletter

Die Basis eines jeden Newsletters sind die Empfänger:innen. Nur, wenn eine Empfängerliste zur Verfügung steht, lohnt sich auch die Erstellung eines Newsletters. Um rechtssicher und kreativ eine große Empfängerliste aufzubauen, geben wir dir wichtige Tipps und Tricks an die Hand.

Rechtssichere Adressgenerierung

Seit die DSGVO in Kraft ist, ist es besonders wichtig, als Unternehmen den Umgang mit personenbezogenen Daten etwas sensibler zu betrachten. Vor allem im E-Mail Marketing spielen diese Daten eine große Rolle, denn auch eine E-Mail-Adressen sind personenbezogene Daten. Das bedeutet für Unternehmen besondere Vorsicht beim Verarbeiten von E-Mail-Adressen. Doch welche Punkte müssen bei der Adressgenerierung bedacht werden?

  • Beachte das Kopplungsverbot! Mit Incentives und sogenannten Freebies kannst du Interessierte dazu animieren, sich für deinen Newsletter anzumelden. Jedoch musst du hierbei besonders aufpassen. Es handelt sich bei dieser Art Datengenerierung um ein Tauschgeschäft. Personenbezogene Daten zählen in der digitalen Welt als eine Art Währung.

    Du darfst also beispielsweise ein Whitepaper nicht als „kostenlosen Download” bewerben, wenn eine Person sich dafür für den Newsletter anmelden muss. Vielmehr solltest du offen kommunizieren, dass es sich um ein Tauschgeschäft handelt und klar hervorheben, dass es um die Anmeldung zu deinem Newsletter geht.
  • Achten auf Datensparsamkeit und Verarbeitungszweck! Viele Anmeldeformulare für Newsletter fragen eine Menge Daten von Interessent:innen ab. Häufig ist dies kritisch zu betrachten, denn im Rahmen der DSGVO spielt die Datensparsamkeit eine große Rolle. Abgefragt werden dürfen somit nur Daten, die für den Verarbeitungszweck auch notwendig sind.

    Bei der Anmeldung zum Newsletter ist dies die E-Mail-Adresse. Alle weiteren Daten können als freiwillige Angaben abgefragt werden. Allerdings muss diese Freiwilligkeit in einem Hinweis erläutert werden. Neben den Eingabefeldern muss das Anmeldeformular auch über den Verarbeitungszweck aufklären.
  • Vergiss die Datenschutzerklärung nicht! Weise im Anmeldeformular auch auf deine Datenschutzerklärung und die Abbestellmöglichkeit hin. Gib am besten den Link zu deiner Datenschutzerklärung direkt im Anmeldeformular mit an.

Info: In jedem Newsletter muss außerdem das vollständige Impressum angegeben werden.

Anmeldeformulare richtig platzieren

Anmeldeformulare können an verschiedenen Positionen auf der Webseite platziert, aber auch in Social-Media-Kanäle integriert werden. Strategisch besonders gut geeignet ist der obere Bereich der Webseite oder auch der Header-Bereich. Auch in der Sidebar oder am Ende eines jeden Blog-Artikels lassen sich Anmeldeformulare hervorragend einbinden.

Die besten Plätze für Anmeldeformulare:

  1. Am oberen Bereich der Webseite über die gesamte horizontale Weite
  2. Im Header-Bereich
  3. Im Menü
  4. Am oberen Teil der Sidebar
  5. Am Ende eines jeden Blog-Artikels
  6. Auf der „Über uns”-Seite
  7. Im Bereich der Autorenbiographie

Schritt 2 – Den perfekten Newsletter erstellen

Betreff, Preheader und Absender

Die sogenannte Absenderzeile ist das Aushängeschild eines jeden Newsletters im Postfach der Newsletter-Abonnent:innen. Überzeugst du bereits mit einem kreativen und persönlichen Betreff, einem vertrauenswürdigen Absender und einem aussagekräftigen Preheader, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass dein Mailing auch gelesen wird.

Profitipp: Die ideale Länge einer Betreffzeile liegt bei etwa 30 bis 50 Zeichen. Der wichtigste Inhalt sollte möglichst an den Anfang gestellt werden.

Die perfekten Newsletter-Inhalte

Der Inhalt eines Newsletters ist das Herzstück eines jeden Mailings. Wichtig ist, dass die Inhalte für die Empfänger:innen relevant sind. Personalisiere also Texte und Bilder und segmentiere deine Empfängergruppen. Ein Onlineshop für Schuhe versendet entsprechend am besten Inhalte, die zum semantischen Cluster von Schuhen gehören. 

Variiere deine Inhalte, sodass deine Newsletter abwechslungsreich sind. Deine Empfänger werden nicht gelangweilt und auch weiterhin deine Mailings lesen.

Tipps und Tricks für ein gutes Newsletter Design

Elemente wie Bilder, Videos und Gifs (sogenannte Visuals) werten deine Newsletter visuell auf und unterstützen deine Botschaft. Empfänger:innen reagieren beim Öffnen eines Mailings als erstes auf Visuals. Sind diese ansprechend, wird nicht nur die Motivation zum Lesen des Newsletters erhöht, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass auch geklickt wird. Ganz nach dem Prinzip: Das Auge liest mit. 

Nutze außerdem Newsletter-Vorlagen im responsive Design, sodass dein Newsletter auch auf mobilen Endgeräten perfekt dargestellt wird. Achte auch darauf, dass das Newsletter Design dem Corporate Design deines Unternehmens entspricht. Somit schaffst du einen Wiedererkennungswert und förderst deine Markenbekanntheit.

Profitipp: Mit einer Personalisierung in deinen Newsletter Templates gestaltest du dein Mailing ganz besonders individuell und ansprechend. 

Verwende bereits im Betreff Personalisierungsplatzhalter, beispielsweise für den Namen der Empfänger:innen. Beim Versand wird dieser automatisch mit dem richtigen Namen befüllt.

Call-To-Action – zum Klicken motivieren

Mit einem aussagekräftigen und visuell abgesetzten Call-To-Action kannst du deine Leser:innen zu einer Aktion (beispielsweise einem Klick oder einem Kauf) motivieren. Platziere deinen CTA auffällig und am besten auch farblich hervorgehoben in deinem Mailing, sodass die Leser:innen visuell dorthin gelenkt werden.

Schritt 3 – Newsletter versenden, aber richtig

Segmentiere Empfängergruppen

Mit Empfängermerkmalen kannst du unterschiedliche Empfängergruppen definieren. Solche Empfängermerkmale sind beispielsweise Namen, Geburtstage oder auch das Alter. Auch eine Segmentierung nach Verhalten (Klicker, Öffner, usw.) kann vorgenommen werden. Mit einer Empfängersegmentierung hast du die Möglichkeit, deine Newsletter noch gezielter an einzelne granulare Zielgruppen anzupassen. 

Je spezifischer Newsletter auf einzelne Empfänger:innen zugeschnitten sind, desto relevanter werden diese am Ende auch.

Versandfrequenz und Versandzeitpunkt

Ein wichtiger Punkt für eine gute Newsletter-Marketing-Strategie ist der richtige Versandzeitpunkt und die richtige Versandfrequenz. Versendest du zu viele Newsletter, sind deine Empfänger:innen gegebenenfalls schnell genervt. Versendest du zu wenige, vergessen dich deine Empfänger:innen zu schnell wieder.

Automatisierungen nutzen

Mit E-Mail Marketing Automation sendest du deinen Empfänger:innen automatisierte Lifecycle-Mailings, die sich am Kundenlebenszyklus orientieren. Setzt du einmal eine automatisierte Kampagne auf, so erfolgt der Newsletter-Versand entsprechend der vorher bestimmten Trigger (Verhalten, Geburtstage, Jubiläen) ganz automatisch.

Schritt 4 – Zahlen zählen lernen

E-Mail Marketing KPIs

Den Erfolg deiner E-Mail-Marketing-Kampagnen kannst du an einigen wichtigen Kennzahlen ganz genau messen. Dazu zählen vor allem Öffnungsrate, Klickrate, Bouncerate, Abmelderate und Click Through Rate. Diese Kennzahlen geben dir Hinweise darauf, wie gut dein Newsletter bei deinen Empfänger:innen ankommt. Die einzelnen Kennzahlen errechnen sich wie folgt:

  • Öffnungsrate: Unique Öffnungen : (Anzahl der Empfänger:innen – Bounces) * 100
  • Click Through Rate: Klickende Empfänger:innen : öffnende Empfänger:innen * 100
  • Bouncerate: Bounces: Anzahl der Empfänger:innen * 100
  • Abmelderate: Abmeldungen : (Anzahl der Empfänger:innen – Bounces) *100
  • Klickrate: (Anzahl der Empfänger:innen – Bounces) * 100

So optimierst du deine Kennzahlen

Mit einigen Tricks und Kniffen lassen sich deine E-Mail Marketing KPIs im Handumdrehen optimieren. Dazu ist es wichtig zu wissen, was die einzelnen Kennzahlen beeinflusst.

Die Öffnungsrate, Klickrate und die Click Through Rate beispielsweise werden primär durch Betreff, Absender, Header und die Relevanz so wie Gestaltung der Inhalte beeinflusst. Je kreativer und persönlicher du hier vorgehst, desto besser. 

Formuliere deine Betreffzeilen so klar und deutlich wie möglich, setze das Wichtigste an den Anfang und überschreite möglichst die Länge von 50 Zeichen nicht. Das sind die Grundregeln. Für eine gute Click Through Rate sind zusätzlich noch die Newsletter-Inhalte von Relevant. Hochwertige Bilder, ansprechende Designs, Call-To-Actions und für die Empfänger:innen relevante Inhalte und Botschaften sind hier nur ein Teil einer ganzen Optimierungsstrategie.

Nutze A/B-Tests

Mit A/B-Test kannst du deine Newsletter-Performance optimieren. Teste verschiedene Varianten einzelner Elemente gegeneinander, wie beispielsweise verschiedene Betreffe, Absender oder auch Newsletter-Inhalte. Die Version des Newsletters, die am besten performt, ist das Gewinner-Mailing und wird an deine gesamte Empfängergruppe gesendet.

Fazit: Newsletter gestalten ist nicht schwer

E-Mail Marketing ist mit einer professionellen Newsletter Software im Handumdrehen umgesetzt. Wer stets seine Newsletter und Kampagnen optimiert, der kann mit Newsletter Marketing die Bindung zu seinen Kund:innen verbessern und seine Umsätze erhöhen. Mit Brevo (ehemals Sendinblue) hast du eine hochwertige und professionelle Newsletter Software an der Hand, die dir dabei hilft, einfach bessere E-Mails zu erstellen und zu versenden.

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