Ein Gast bucht einmal, übernachtet, reist ab und du hörst nie wieder von ihm?
Genau das passiert, wenn du keinen Kontakt hältst. Dabei kostet ein neuer Gast über Booking oder Expedia deutlich mehr als jemand, der wieder direkt bei dir bucht, und dafür ist ein guter Newsletter da. Er hält dein Hotel im Kopf, wenn die nächste Reise geplant wird, und das ganz ohne Provision an ein Buchungsportal.
Wir zeigen dir, welche Newsletter-Ideen für Hotels wirklich funktionieren, wie du sie aufbaust und mit welchen Vorlagen du sofort loslegen kannst.
Inhaltsverzeichnis
- Warum sich ein Newsletter für dein Hotel lohnt
- Wie du eine E-Mail-Liste für dein Hotel aufbaust
- Saisonale Newsletter-Ideen fürs ganze Jahr
- Was gehört in einen guten Hotel-Newsletter?
- Newsletter-Vorlage für Hotels zum Nachbauen
- 4 Beispiele für gelungene Hotel-Newsletter
- Tipps für höhere Öffnungs- und Klickraten im Gastgewerbe
- Erfolg messen: Die wichtigsten Kennzahlen
- Und wenn du ein Restaurant statt eines Hotels betreibst?
- Fazit: Der Newsletter als Bindeglied zwischen zwei Aufenthalten
Warum sich ein Newsletter für dein Hotel lohnt
Zwischen Abreise und nächster Buchung liegen oft Monate. Ohne Kontakt in dieser Zeit entscheidet sich dein ehemaliger Gast beim nächsten Trip einfach wieder nach Preis und Bewertungen auf dem erstbesten Portal, selbst wenn sein Aufenthalt bei dir noch so schön war.
Ein Newsletter schließt genau diese Lücke: Er hält die Erinnerung an dein Haus wach, informiert über Angebote, bevor sie öffentlich ausgeschrieben werden, und gibt dir einen direkten Draht zu deinen Gästen, ganz ohne Vermittlungsgebühr.
Direktbuchungen über den eigenen Hotel-Newsletter sind außerdem deutlich profitabler als Buchungen über OTAs (Online Travel Agencies), da keine Provision von 15 bis 20 % anfällt. Für Hoteliers, die diese Provision reduzieren wollen, ist E-Mail Marketing damit einer der direktesten Hebel, den sie selbst in der Hand haben. Wer regelmäßig einen durchdachten Newsletter mit exklusiven Angeboten verschickt, baut sich damit über die Zeit einen Stamm an wiederkehrenden Gästen auf, die immer seltener über den Umweg eines Buchungsportals kommen.
Newsletter sind dabei alles andere als ein Auslaufmodell: Laut dem Brevo E-Mail Marketing Benchmark 2026 erreichte die Tourismusbranche in Deutschland eine Öffnungsrate von 23,69 % und eine Klickrate von 3,93 %. Die Öffnungsrate liegt damit sogar über dem branchenübergreifenden Durchschnitt von 23,00 %.
Der eigentliche Wert zeigt sich dabei erst über mehrere Jahre: Ein Gast, der zweimal jährlich direkt bucht, ist über die gesamte Kundenbeziehung hinweg um ein Vielfaches wertvoller als ein einmaliger Buchungsportal-Gast, selbst wenn der einzelne Newsletter nur einen kleinen Teil zur Entscheidung beiträgt.
Wie du eine E-Mail-Liste für dein Hotel aufbaust
Der beste Newsletter nützt nichts ohne eine Liste, die aus echten, interessierten Adressen besteht. Diese Ansätze zum Sammeln von Newsletter-Abonnent:innen funktionieren im Alltag eines Hotels besonders gut:
- Opt-in beim Buchungsprozess: Biete direkt nach der Reservierung eine separate Checkbox für den Newsletter an. Wichtig dabei: Die Newsletter-Anmeldung muss rechtlich getrennt von der eigentlichen Buchungsbestätigung erfolgen, ein Häkchen darf nicht Voraussetzung für die Buchung selbst sein.
- Pop-up-Anmeldeformular auf der Website: Ein gut getimtes Pop-up auf deiner Hotel-Website gewinnt effektiv neue Abonnent:innen, vor allem wenn es konkrete exklusive Angebote nennt und nicht nur ein generisches „Jetzt anmelden“ zeigt.
- QR-Code am Empfang oder im Zimmer: Verknüpfe die Newsletter-Anmeldung mit etwas, das Gäste ohnehin brauchen, etwa dem WLAN-Zugang, und biete direkt daneben die Möglichkeit, sich für Angebote einzutragen.
- Kleiner Anreiz für die Anmeldung: Ein später Check-out, ein Welcome Drink oder ein kleiner Rabattcode motivieren spürbar mehr Gäste zur Anmeldung als eine reine Bitte ohne Gegenleistung.
- Double Opt-in nicht vergessen: Aus rechtlicher Sicht ist das Double-Opt-in-Verfahren in Deutschland besonders empfehlenswert, da es die Einwilligung der Abonnent:innen klar dokumentiert und somit den Anforderungen aller gängigen Datenschutzbestimmungen entspricht. Jede Anmeldung muss dabei über eine Bestätigungsmail laufen, was gleichzeitig für eine sauberere, aktivere Liste sorgt.
Eine kleinere Liste aus echten Interessierten bringt in der Praxis meist bessere Ergebnisse als eine große, aber wenig aktive Adressensammlung, etwa aus alten Gästebüchern oder gekauften Kontakten.
Erfahre hier, wie du eine effektive Mailingliste erstellst.
Saisonale Newsletter-Ideen fürs ganze Jahr
Ein Hotel-Newsletter lebt von Saisonbezug. Ein generisches „Bei uns ist es schön“ überzeugt niemanden, ein konkretes Angebot zur richtigen Jahreszeit dagegen schon. Diese Newsletter-Ideen eignen sich besonders gut für saisonale Kampagnen:
- Frühbucherrabatte im Winter: Wer im Januar oder Februar plant, denkt oft schon an den Sommerurlaub. Ein Frühbucher-Newsletter mit Preisvorteil erreicht genau diese Planungsphase.
- Sommer-Special: Kurz vor der Hauptsaison lohnt sich ein Newsletter mit konkreten Zimmerkategorien, Ausflugstipps aus der Region und einem klaren Buchungs-CTA.
- Herbst-Kurzurlaub und Wellness: Sinkt die Auslastung im Herbst, sind Kurzurlaubs- und Wellness-Angebote ein bewährter Hebel, um Zimmer außerhalb der Hauptsaison zu füllen.
- Weihnachten und Silvester: Feiertagsarrangements, Silvesterpakete oder Gutscheine als Geschenkidee gehören zu den umsatzstärksten Newslettern des Jahres im Gastgewerbe.
- Valentinstag: Ein romantisches Kurzpaket für Paare lässt sich mit wenig Aufwand bewerben und erzielt erfahrungsgemäß gute Öffnungsraten.
- Last-Minute-Angebote bei freien Zimmern: Zeichnet sich kurzfristig eine geringe Auslastung ab, erreicht ein Last-Minute-Angebot per Newsletter genau die Gäste, die spontan buchen – einer der schnellsten Wege in der Hotellerie, kurzfristig freie Kapazitäten zu füllen.
Tipp: Plane diese Newsletter mindestens 4 bis 6 Wochen im Voraus. Gerade bei Kurzreisen liegt zwischen erster Inspiration und Buchung oft nicht viel Zeit.
Was gehört in einen guten Hotel-Newsletter?
Ein überzeugender Newsletter für dein Hotel braucht mehr als ein Foto vom Pool und einen Rabattcode. Diese Elemente machen den Unterschied:
- Eine Betreffzeile mit konkretem Nutzen: „Dein Herbst-Wochenende mit 20 % Rabatt“ funktioniert besser als „Newsletter Oktober“.
- Ein starkes Header-Bild: Zeig eine Situation, in die sich der Gast hineinversetzen kann, etwa Frühstück auf der Terrasse – das wirkt lebendiger als ein reines Gebäudefoto.
- Persönliche Ansprache: Nutze den Namen und, wenn vorhanden, frühere Aufenthalte oder Vorlieben aus dem letzten Besuch.
- Ein einziger klarer Call-to-Action: Ein Newsletter mit fünf verschiedenen Angeboten überfordert. Konzentriere dich auf ein Hauptangebot pro Newsletter.
- Emotionaler Kontext statt reiner Werbung: Erzähl, wofür die Saison steht, etwa die ersten warmen Abende auf der Terrasse. Das wirkt einladender als eine reine Liste von Prozentzahlen.
Newsletter-Vorlage für Hotels zum Nachbauen
Diese Grundstruktur funktioniert für die meisten Anlässe und lässt sich schnell an dein Haus anpassen:
- Betreffzeile mit Nutzenversprechen und Saisonbezug
- Header-Bild, das eine Stimmung statt nur ein Gebäude zeigt
- Kurze, persönliche Begrüßung mit Namen
- Hauptangebot in 2 bis 3 Sätzen, inklusive Preis oder Preisvorteil
- Ein zweiter Block mit Kontext, etwa Ausflugstipps, kulinarischen Highlights oder einem Rückblick auf die letzte Saison
- Ein sichtbarer Buchungs-Button als klarer Call-to-Action
- Footer mit Kontaktinformationen, Social-Media-Links und Abmeldemöglichkeit
Diese Struktur lässt sich in jedem gängigen E-Mail-Editor als wiederverwendbare Vorlage anlegen, sodass du für jeden Anlass nur noch Bild, Text und Angebot austauschen musst.
4 Beispiele für gelungene Hotel-Newsletter
Diese Beispiele zeigen, wie sich die Vorlage von oben in der Praxis anwenden lässt.
Die Willkommensmail nach der Buchung
Direkt nach der Reservierung freut sich jeder Gast über eine warme Bestätigung, die über die reine Buchungsbestätigung hinausgeht. Erwähne, was ihn erwartet, etwa besondere Ausstattung, den Wellnessbereich oder Restauranttipps in der Nähe. Diese Mail wird fast immer geöffnet, weil sie unmittelbar nach einer bewussten Entscheidung ankommt.
Wie du in wenigen Schritten eine Willkommensmail erstellst, verraten wir dir in unserem separaten Blog-Artikel.
Die Vor-der-Anreise-Mail
Ein bis zwei Tage vor dem Aufenthalt verschickt, mit praktischen Infos wie Check-in-Zeiten, Parkmöglichkeiten oder einem Hinweis auf ein Restaurant im Haus, das eine Reservierung wert wäre. Diese Mail wird besonders aufmerksam gelesen, weil der Gast die Reise unmittelbar vor sich hat, und sie schafft von der ersten Minute an ein gutes Gefühl.
Der Frühbucher-Newsletter zur Nebensaison
Ein Newsletter im Januar mit einem konkreten Frühbucherrabatt für den Sommer, kombiniert mit einem Foto des Pools oder der Terrasse. Der Kontrast zwischen kaltem Wetter draußen und der Aussicht auf den Sommer im Newsletter macht diesen Versand besonders wirksam.
Die Nach-dem-Aufenthalt-Mail
Wenige Tage nach der Abreise verschickt, mit Dank für den Besuch, der Bitte um eine Bewertung und einem kleinen Anreiz für die nächste Buchung. Aus einem einmaligen Gast wird auf diese Weise oft ein wiederkehrender Stammgast: Die Gästebindung startet direkt nach der Abreise, lange bevor der nächste Aufenthalt überhaupt geplant wird. Ein Bonusprogramm oder Rabattcode für die nächste Reservierung verstärkt diesen Effekt zusätzlich.
Konkrete Newsletter-Beispiele von unseren Kund:innen findest du in unserem separaten Artikel.
Tipps für höhere Öffnungs- und Klickraten im Gastgewerbe
- Segmentiere nach Gästetyp: Stammgäste, Erstbucher:innen und Business-Reisende interessieren sich für unterschiedliche Angebote. Ein einziger Newsletter an die gesamte Liste verschenkt Potenzial.
- Optimiere für Mobilgeräte: Ein großer Teil der Reiseplanung findet auf dem Smartphone statt, also müssen Bilder und Buttons auch auf kleinen Bildschirmen gut funktionieren.
- Sende zur richtigen Uhrzeit: Dienstag und Donnerstag zwischen 8 und 10 Uhr gelten in der Hotellerie als besonders wirksame Versandzeiten, da Reiseplanung dann oft in ruhigeren Momenten am Vormittag stattfindet.
- Teste verschiedene Betreffzeilen: Schon kleine Änderungen an der Formulierung können die Öffnungsrate spürbar beeinflussen.
- Bleib bei der Frequenz maßvoll: Ein bis zwei Newsletter im Monat reichen für die meisten Häuser aus. Mehr Versände sind vertretbar, wenn die Inhalte pro Anlass wirklich neu sind, aber Wiederholung ermüdet schnell.
Erfolg messen: Die wichtigsten Kennzahlen
Ohne einen Blick auf die Zahlen bleibt jede Anpassung reine Vermutung. Diese drei Kennzahlen solltest du nach jedem Versand im Blick behalten:
- Öffnungsrate: Zeigt, wie gut die Betreffzeile funktioniert hat. Liegt sie deutlich unter dem Branchen-Benchmark für Öffnungs- und Klickraten, lohnt sich beim nächsten Versand ein Test mit einer anderen Formulierung.
- Klickrate: Verrät, ob Inhalt und Call-to-Action überzeugt haben. Eine hohe Öffnungsrate bei niedriger Klickrate deutet meist darauf hin, dass das Angebot im Newsletter selbst nicht klar genug war.
- Buchungen aus dem Newsletter: Die eigentlich entscheidende Zahl. Ein eindeutiger Tracking-Link oder ein spezieller Rabattcode pro Newsletter macht sichtbar, wie viele Buchungen tatsächlich auf den Versand zurückgehen.
Und wenn du ein Restaurant statt eines Hotels betreibst?
Die Grundprinzipien aus diesem Artikel lassen sich mit kleinen Anpassungen direkt auf einen Newsletter für Restaurants oder andere Betriebe der Gastronomie übertragen. Statt Zimmerkategorien und Übernachtungspaketen stehen hier andere Inhalte im Vordergrund:
- Saisonale Speisekarte: Ein neues Herbstmenü oder Spargelgerichte im Frühjahr eignen sich genauso gut als Aufhänger wie ein Sommer-Special im Hotel.
- Event-Ankündigungen: Live-Musik, Weinverkostungen oder ein besonderes Menü zum Valentinstag lassen sich mit derselben Struktur bewerben wie ein Hotel-Newsletter.
- Reservierungserinnerung statt Buchungsbestätigung: Wo ein Hotel eine Vor-der-Anreise-Mail verschickt, funktioniert bei einem Restaurant eine kurze Erinnerung an die Tischreservierung mit praktischen Infos wie Parkmöglichkeiten oder Öffnungszeiten.
- Stammgäste-Newsletter: Ein Newsletter exklusiv für Stammgäste mit Vorab-Infos zu neuen Menüs oder limitierten Aktionen stärkt die Bindung genauso wie bei einem Hotel.
Wusstest du schon? Mit Brevo kannst du nicht nur Newsletter verschicken, sondern auch Tools für Treueprogramme nutzen, mit denen sich wiederkehrende Gäste noch gezielter belohnen lassen.
Fazit: Der Newsletter als Bindeglied zwischen zwei Aufenthalten
Ein guter Hotel-Newsletter drängt nicht bei jeder Gelegenheit auf den Verkauf. Er hält die Beziehung zum Gast über die Zeit zwischen zwei Aufenthalten aufrecht.
Nutze saisonale Anlässe, halte dich an eine klare Struktur mit einem Hauptangebot pro Versand, und denk besonders an die Zeit nach der Abreise: Dort fällt oft die Entscheidung, ob ein Gast zurückkommt. Wer diese Prinzipien konsequent anwendet, braucht langfristig weniger Buchungen über teure Vermittlungsportale – ganz gleich, ob am Ende ein Zimmer oder ein Tisch am Fenster reserviert wird.
Für den Versand deines Hotel-Newsletters verwendest du am besten ein professionelles Newsletter Tool wie Brevo. Mit Brevo kannst du bis zu 300 E-Mails/Tag kostenlos verschicken und hast Zugriff auf einen intuitiven Drag-and-Drop Editor, fertige Vorlagen und diversen Automatisierungsmöglichkeiten.







